Künstlersozialkasse (KSK)


(Unter Berücksichtigung der vom Bundeskabinett am 8. November 2000 verabschiedeten Änderung bei der Künstlersozialversicherung)

Nach dem Künstlersozialversicherungsgesetz (KSVG) sind "selbständige Künstler und Publizisten", also auch Literaturübersetzer, in der Regel über die KSK kranken- und rentenversicherungspflichtig.

Der große Vorteil dieser Versicherungspflicht: Man ist als Freiberufler praktisch wie jeder Angestellte sozialversichert, zahlt also nur 50 % der gesetzlich vorgeschriebenen Prämien ("Arbeitnehmeranteil") und bekommt den "Arbeitgeberanteil" dazu.

Wenn Sie die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllen, also

• als Literaturübersetzer und/oder Autor/Publizist arbeiten und diese Tätigkeit selbständig und gewerbsmäßig ausüben,

• nicht schon anderweitig pflichtversichert sind,

• damit mindestens DM 7.560 (einheitlich Ost und West) jährlich verdienen,

dann müssen (und sollten) Sie sich bei der KSK anmelden.

Gut zu wissen:

Die genannte Einkommensbegrenzung gilt nicht in den ersten drei (bisher fünf) Jahren der freiberuflichen Tätigkeit! Diese (Neu-)Regelung wird mit zwei Verbesserungen verbunden:

• Die sogenannte Berufsanfängerfrist verlängert sich um die Zeiträume, in denen die selbständige Tätigkeit- z.B. wegen Mutterschafts- oder Erziehungsurlaub, Wehr- und Zivildienstes oder einer Beschäftigung - nicht ausgeübt wird.

• Innerhalb von 6 Jahren kann die Geringfügigkeitsgrenze zweimal unterschritten werden, ohne dass der Versicherungsschutz entfällt, wenn der Versicherte der Künstlersozialversicherung mindestens 6 Jahre angehört hat.

Außerdem:

• Studenten können nicht mehr in den günstigen Krankenversicherungsschutz nach dem Künstlersozialversicherungsgesetz ausweichen. Selbständige Künstler und Publizisten, die nebenbei studieren, bleiben jedoch nach dem KSVG versichert.

• Selbständige Künstler und Publizisten, die bereits vor Inkrafttreten des Gesetzes im Jahre 1983 ihre Tätigkeit aufgenommen haben, werden in der Krankenversicherung der Rentner versichert, wenn sie während 9/10 des Zeitraums zwischen dem 1. Januar 1985 und der Rentenantragstellung nach dem Künstlersozialversicherungsgesetz versichert waren.

Wie es funktioniert:

Die KSK ist selbst keine Versicherung, sondern kassiert nur Ihre Beiträge, legt noch einmal denselben Betrag drauf und überweist das Geld an Ihre (frei wählbare) gesetzliche Krankenversicherung bzw. an die Bundesversicherunganstalt für Angestellte (BfA). Die KSK finanziert diese Zuschüsse durch Erhebung der "Künstlersozialabgabe" bei Vermarktern (z. B. Verlagen) sowie aus einem Bundeszuschuß.

Grundlage für die Höhe Ihrer Prämien (und die Aufnahme in die KSK) ist Ihr geschätztes Jahreseinkommen (genauer gesagt, der steuerliche "Gewinn" = Betriebseinnahmen abzüglich Betriebsausgaben). Die Versicherten stufen sich selbst ein, die KSK kann jedoch stichprobenweise bei einzelnen Versicherten Nachweise wie Einkommensteuerbescheide etc. anfordern.

Näheres erfahren Sie bei der KSK:

Landesversicherungsanstalt
Oldenburg-Bremen
Künstlersozialkasse
26380 Wilhelmshaven
Tel. 04421-30 80
Fax 04421-30 82 54
www.kuenstlersozialkasse.de

sowie bei der Beratung von Freien für Freie "media fon"