Presseerklärung 20. Februar
2006
Programm "Kultur 2007" der Europäischen
Gemeinschaft ohne Übersetzer?
Das Programm "Kultur 2007" mit einem Umfang von
408 Millionen Euro schließt die Kulturvermittler par
excellence, die Literaturübersetzer, faktisch von der
Förderung aus. Bislang konnten die zehn internationalen
Übersetzerzentren in der EU, so auch das renommierte
Europäische Übersetzerkollegium in Straelen, Fördermittel
beantragen. Neue bürokratische Hürden machen dies
unmöglich - obwohl die vorrangigen Ziele des Programms
"Kultur 2007" gerade hier in besonderer Weise verwirklicht
werden:
• Unterstützung der grenzüberschreitenden
Mobilität von Menschen, die im Kultursektor arbeiten,
• Unterstützung der internationalen Verbreitung
von künstlerischen und kulturellen Werken und Erzeugnissen
und
• Unterstützung des interkulturellen Dialogs.
Gerlinde Schermer-Rauwolf, Vorsitzende des Verbands deutschsprachiger
Übersetzer,
hat sich im Namen von 1.200 deutschen Literaturübersetzern
in einem offenen Brief an
Ján Figel, Kommissar für allgemeine und berufliche
Bildung, Kultur und Mehrsprachigkeit
mit der Bitte gewandt, die Förderungsbedingungen des
Programms 2007 so zu fassen,
dass der angestrebte interkulturelle Austausch auf dem Gebiet
der Literatur die
notwendige Unterstützung erhält und die Übersetzerzentren
ihre wichtige Arbeit im
bisherigen Umfang fortsetzen können.
Offener Brief an Ján Figel, Kommissar für
allgemeine und berufliche Bildung (PDF
Download)
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