Verband deutschsprachiger Übersetzer literarischer
und wissenschaftlicher Werke e.V.
Bundessparte Übersetzer im Verband deutscher Schriftsteller
(VS) in ver.di (VdÜ) Presseerklärung
7.10. 2004
Der Verband der Literaturübersetzer verleiht auf der Frankfurter
Buchmesse 2004 erstmalig die "Übersetzerbarke"
Helga Pfetsch, die Präsidentin des VdÜ, überreichte
heute im Übersetzer-Zentrum der Frankfurter Buchmesse in
Anwesenheit zahlreicher Mitglieder des Verbandes die Übersetzerbarke
2004 an den Leiter des marebuchverlags Nikolaus Hansen.
Mit dem erstmals ausgelobten Preis, der an übersetzerfreundliche
Verleger und andere Verwerter verliehen wird, honoriert
der Verband eine in diesem Haus übliche Form der Übersetzernennung,
wie sie sich die Literaturübersetzer und –übersetzerinnen
seit langem bei allen Verlagen wünschen und wie sie ihrem
Status als Urheber angemessen ist: Auf den ausländischen
Titeln des marebuchverlags steht nicht nur der Übersetzername
auf Buchdeckel und Einband, darüber hinaus befindet sich
im Bucheinband auch eine Kurzbiografie des Übersetzers
neben der des Autors. "Ich verstehe diese
Auszeichnung als Würdigung für die Vergangenheit,
aber auch als Ansporn für die Zukunft. Angemessene Urhebernennung
und angemessene Honorierung gehören eigentlich zusammen.
An Gesprächen darüber wird sich der marebuchverlag
sicher engagiert beteiligen", sagte Verlagsleiter Nikolaus
Hansen in seiner Dankesrede.
Die Übersetzerbarke wird zu jedem Anlass neu kreiert
und symbolisiert die doppelte Bedeutung des Wortes "übersetzen".
Der heute überreichte Erstling stammt aus der Werkstatt
des Münchner Künstlers Wolfgang Z. Keller, der für
dieses Unikat Holunderholz wählte – eine Lieblingspflanze
des ersten großen Arztes Hippokrates, der große
Heilkräfte zugeschrieben werden, bisweilen auch die Fähigkeit,
Wunder zu wirken...
Der VdÜ hofft, dass es auch in Zukunft Anlass genug
gibt, Künstler mit der Gestaltung der Übersetzerbarke
zu beauftragen. "Natürlich würden wir den Preis
am liebsten jedes Jahr vergeben", meinte Helga Pfetsch.
VdÜ Pressestelle:
Thomas Wollermann
Gabriele Gockel
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