The Rest is Silence - Körpersprache im literarischen Text

Seminar für Literaturübersetzer im Literarischen Colloquium Berlin
Montag, 5. Dezember 2005, 10-16 Uhr

Vortrag: Axel Hübler (Friedrich-Schiller-Universität Jena)
Seminarleitung: Andreas Tretner

„…und die Mutter blicket stumm auf dem ganzen Tisch herum.“ Wo seinem Helden die Worte ausgehen, beginnt für den Autor eine Paradedisziplin in der hohen Schule des Schreibens: Es gilt, den reichen nonverbalen Ausdrucksmöglichkeiten des menschlichen Körpers eine verbale Gestalt zu geben. Zu vermitteln ist zwischen Zeichensystemen, die (selbst da, wo sie am engsten interagieren: bei den redebegleitenden Gesten!) semiotisch und kognitiv höchst unterschiedlich funktionieren. Beim Transponieren von Körpersprache in Laut- bzw. Schriftsprache steigt der Autor also zum Übersetzer ins selbe schlingernde Boot. Beim Übertragen in andere Schriftsprachen werden die Dinge allerdings noch komplizierter… Mit fundiertem theoretischem Konzept und vielen sinnfälligen Beispielen behandelt der Sprach- und Kommunikationswissenschaftler Axel Hübler, Anglistikprofessor an der Universität Jena, in Vortrag und Gespräch die Crux verbalisierter Körpersprache und bietet Übersetzern vielfältige Anregungen, die in praktischen Übungen erste Anwendung finden. Andreas Tretner, Übersetzer u.a. von Boris Akunin und Viktor Pelewin, leitet das Seminar.

Begrenzte Teilnehmerzahl. Anmeldung erbeten per mail an becker@lcb.de oder Fax 030-81699619. Für Imbiß und Getränke bitten wir vor Ort um einen Unkostenbeitrag von 8 Euro.

Mit freundlicher Unterstützung der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur.