Zeitsprünge


Eine ganztägige und sprachübergreifende Fortbildung zur Geschichte des Tempussystems im Deutschen.
Für literarische Übersetzer und andere Interessierte.
Veranstaltet vom Literarischen Colloquium und moderiert von Gabriele Leupold und Eveline Passet.

Welchen Mummenschanz treiben Tempus, Aspekt und Modus miteinander? Warum greifen sie in den Dialekten so anders ineinander als im Hochdeutschen? Wird Künftiges schon immer gern im Präsens ausgedrückt, während dem Futur eine modale Bedeutung anhaftet? Wie erklärt sich das süddeutsche Doppelte Perfekt historisch? Und welche Folgen zeitigt der aktuelle gesamtdeutsche Präteritumschwund? Ein Blick in die Sprachgeschichte mag hier einiges erhellen, und so schlägt Karin Donhauser in ihrem Überblicksvortrag den Bogen vom Alt- und Mittelhochdeutschen über das Frühneuhochdeutsche bis in die Gegenwart. Sibylle Kurt dagegen beobachtet Tempora, Verbalaspekt und Modalität in deutschen Erzähltexten der Gegenwart sowie in Übersetzungen aus dem Englischen, Russischen und Französischen.

Den Abschluß bildet wie immer ein Werkstatt-Teil.

Veranstaltungsdatum und –ort: 1. September 2009, 10.00 – 18.00 Uhr, Literarisches Colloquium Berlin, Am Sandwerder 5, 14109 Berlin.

Der Eintritt ist frei, 10 Euro Unkostenbeteiligung für einen Mittagsimbiß und Getränke sind vorgesehen. Anmeldung per Mail erbeten an becker@lcb.de oder Fax 030-81699619.
Gefördert mit Mitteln der Kulturverwaltung des Berliner Senats.