Feinste Koloraturen des Sinns“ – Von Präpositionen und Interjektionen

Eine ganztägige und sprachübergreifende Fortbildung für literarische Übersetzer und andere Interessierte
Veranstaltet vom Literarischen Colloquium und moderiert von Gabriele Leupold und Eveline Passet.

Botho Strauß nennt die Interjektionen „unwillkürliche Hupfer des Gemüts in den Mund“. Bei einem verfeinerten Spiel von Stimme und Stimmung lasse sich z.B. mit einem Hm „alles das herausholen, wozu andere viele Worte gebrauchen“, jeder Affekt vertonen. Ihnen, diesen Empfindungswörtern, wie sie auf Deutsch heißen, scheinen die Präpositionen – die Verhältniswörter – diametral entgegengesetzt. Ihre Funktion besteht in der Herstellung logisch-grammatischer Beziehungen, weshalb ihre semantischen Modulierungsmöglichkeiten oft unterschätzt werden. Doch welcher Subtext scheint nicht auf, wenn es beispielsweise heißt: „Wir trösten zu Akzeptanz“! Hajo Bopst, Sprachwissenschaftler aus Germersheim mit Schwerpunkt Interkulturelle Germanistik, spürt in seinem Vortrag den Ausdrucksmöglichkeiten der Präpositionen und ihrem Bedeutungswandel im Lauf der Jahrhunderte nach. Die seltsame Geschichte der fortdauernden und der untergegangenen Interjektionen erzählt der Beitrag von Joachim Kalka, seines Zeichens Kritiker und Literaturübersetzer.

Veranstaltungsdatum und –ort: 6. Juni 2011, 10:00 – 18.00 Uhr, Literarisches Colloquium Berlin, Am Sandwerder 5, 14109 Berlin.

Der Eintritt ist frei, 10 Euro Unkostenbeteiligung für einen Mittagsimbiß und Getränke sind vorgesehen.

Anmeldung per Mail erbeten an becker@lcb.de oder Fax 030-81699619.

Gefördert mit Mitteln der Kulturverwaltung des Berliner Senats.