Der Mensch denkt : Gott lenkt
Eine ganztägige und sprachübergreifende Fortbildung zur Geschichte der Interpunktion im Deutschen.
Für literarische Übersetzer und andere Interessierte.
Veranstaltet vom Literarischen Colloquium und moderiert von Gabriele Leupold und Eveline Passet.
Am Anfang war das Wort. Es folgte die Schrift. Und in ihrem Fahrwasser die Zeichensetzung. Sie sollte die Auferstehung des Wortes als mündliches im Kopf des Lesers oder im Munde des Vortragenden erleichtern. Dann kam der Buchdruck : alles wandelte sich. Das Wort wurde schriftlich und das Lesen ein stilles Geschäft; an die Stelle der Kopisten traten die Setzer, die willkürlich in die Texte der Autoren eingriffen, und später die Grammatiker, die gegen subjektive Sinn- und Klangsetzungen universelle Zergliederungsregeln stellten. Doch zuletzt kamen die Chaträume ... In seinem Vortrag "Auf den Punkt gebracht“ spricht Paul Rössler über die Zeichensetzung in literarischen Texten „zwischen Tradition und Innovation", während Georg Guntermann „die Poetik der Satzzeichen bei Brecht und anderen Autoren“ untersucht. Wie stets rundet auch diesmal ein Werkstattteil die Veranstaltung ab.
Veranstaltungsdatum und –ort: 28. Juli
2008, 10.00 – 18.00
Uhr, Literarisches Colloquium Berlin, Am Sandwerder 5, 14109 Berlin.
Der Eintritt ist frei, 10 Euro Unkostenbeteiligung für einen Mittagsimbiß und Getränke sind vorgesehen. Anmeldung per Mail erbeten an becker@lcb.de oder Fax 030-81699619.
Gefördert mit Mitteln der Kulturverwaltung des Berliner Senats.