Literarisches Colloquium Berlin
Am Sandwerder 5, 14109 Berlin, www.lcb.de
Stilfragen (II). Regelverstöße und Avantgarde
Montag, 11. Februar 2008, 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr
Eine ganztägige und sprachübergreifende Fortbildung zur Geschichte der deutschen Sprache. Für literarische Übersetzer und andere Interessierte.
Leitung: Gabriele Leupold und Eveline Passet
Stil, so eine Definition, ergibt sich aus jenem Spiel, das die Autoren mit Sprachnorm und Normverletzung treiben. Diese Auffassung, deren Ursprünge aufs 18. Jahrhundert zurückgehen, kam in der klassischen Moderne zur vollen Entfaltung. An ihrem Beginn steht Jakob van Hoddis, dessen Werk mit seinen Konventionsbrüchen und seinem „großen grausen Humor“ richtungweisend war für avantgardistische Strömungen wie Expressionismus, Dadaismus, Surrealismus, Neue Sachlichkeit. Regina Nörtemann spricht über den Autor. Konventionszerstörer und Stilpräger neuerer Zeit sind die österreicherischen Autoren Thomas Bernhard, Elfriede Jelinek und Marlene Streeruwitz. Ihnen gilt Anne Bettens Vortrag zur Verletzung syntaktischer und stilistischer Regeln in der Gegenwartsliteratur. Den Abschluß bildet wie immer ein Werkstatt-Teil. Anmeldung per Mail erbeten an becker@lcb.de oder Fax 030-81699619. 10 Euro Unkostenbeteiligung für einen Mittagsimbiß und Getränke. Gefördert mit Mitteln der Kulturverwaltung des Berliner Senats.