Seminar für literarisches Übersetzen 09
Mit Karin Krieger, Josef Winiger, Willi Zurbrüggen,
Ulrich Blumenbach
Gäste: Raoul Schrott, Raphael Urweider, Simon Koch
und Uli Menke
Freitag, 17. April, bis Sonntag, 19. April 2009
Müllerhaus für Literatur und Sprache, Lenzburg (Schweiz)
Das Lenzburger Seminar richtet sich an professionelle
oder angehende literarische ÜbersetzerInnen. Es dient der Aus- und
Weiterbildung und der Gruppenarbeit anhand von Textbeispielen, Übersetzungsvergleichen
und Problemen aus der Werkstatt des einzelnen Übersetzers. Es ermöglicht
einen intensiven Ideenaustausch und vermittelt Anregungen, Informationen
und Kontakte. Im Zentrum des Seminars stehen Workshops, die von erfahrenen ÜbersetzerInnen
geleitet werden. Umrahmt werden sie von drei öffentlichen Veranstaltungen
mit Lesungen und Werkstattgesprächen.
Workshops in 4 Arbeitsgruppen
Französisch-Deutsch
Leitung: Josef
Winiger, Kaltental-Bonhofen D
Freier Übersetzer: Georges Simenon, Julien
Green, Jean-François Bergier, André Glucksmann, Kenneth
White, Georges Rouaud u. a.
Englisch-Deutsch
Leitung: Ulrich
Blumenbach, Basel
Freier Übersetzer:
Paul Beatty, Agatha Christie, Tibor Fischer, Kinky Friedman, Stephen
Fry, Hugh Laurie, Arthur Miller, Robert Sedlack, David Foster Wallace
u. a.
Spanisch-Deutsch
Leitung: Willi
Zurbrüggen, Heidelberg
Freier Übersetzer: Luis Sepulveda,
Antonio Skarmeta, Antonio Munoz Molina, Francisco Coloane, Javier Cercas
u. a.
Italienisch-Deutsch
Leitung: Karin
Krieger, Berlin
Freie Übersetzerin: Alessandro
Baricco, Ugo Riccarelli, Giuseppe Pontiggia, Roberto Cotroneo, Claudio Magris,
Giulio Leoni u. a.
Je mind. 8 TeilnehmerInnen pro Gruppe
Den angemeldeten TeilnehmerInnen werden Texte zur Vorbereitung zugesandt.
Eine Veranstaltung des Müllerhauses
für Literatur und Sprache Lenzburg
in Zusammenarbeit
mit dem CTL Centre de traduction littéraire Lausanne.
Projektleiter: Pedro Zimmermann, M.A., Zürich
Das Seminar wird unterstützt von:
Centre de Traduction Littéraire Lausanne (CTL), Autorinnen- und Autorenverband der Schweiz, Sparte literarische Übersetzer, ÜbersetzerInnenhaus Looren, Verband deutsch-sprachiger Übersetzer (VdÜ), Dolmetscher- und Übersetzervereinigung (DÜV), ASTTI (finanzieller Beitrag), Kulturfonds Pro Litteris (finanzieller Beitrag), Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia (finanzieller Beitrag), Oertli Stiftung (finanzieller Beitrag)
Rahmenprogramm (öffentlich)
Freitag, 17. April, 14.00: Spezialworkshop (Vortrag mit Übungen)
Thema: Übertitelung für Theater. Leitung: Uli Menke
Uli Menke, 1968 in Möhnesee geboren, lebt in Brest. Ausbildung zum Buch-händler. Studium der Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft an der FU Berlin und in Paris. Seit 1997 freier Übersetzer und Dramaturg. Übersetzungen von Theaterstücken: Jean-Luc Lagarce, Olivier Cadiot, Pauline Sales, David Lescot, Wajdi Mouawad u.a.
Uli Menke spezialisierte sich auf die Übertitelung für das Theater. Er arbeitete für die Festivals in Avignon und Saarbrücken, das Hebbel Theater und die Akademie der Künste Berlin, und übertitelte Dramen von Sophokles, Calderon und Shakespeare bis Jarry, Becket und Topor.
Samstag, 18. April, 20.15: Raphael Urweider und Simon Koch
1999 war er der Aufsteiger des Jahres, der 1974 geborene Berner Raphael Urweider gewann überraschend den renommierten Leonce-und-Lena-Preis. Inzwischen sind mehrere Gedichtbände von ihm erschienen: "Lichter in Menlo Park" (2000), „Das Gegenteil von Fleisch“ (2003) und „Alle deine Namen“ (2008). Den ersten Lyrikband hat der junge Übersetzer Simon Koch ins Französische übertragen.
Sonntag, 19. April, 11.00: Raoul Schrott liest aus seiner Homer-Übersetzung
Raoul Schrott, 1964 in Österreich geboren, ist einer der produktivsten Autoren der deutschsprachigen Literatur – gegen zwanzig Veröffentlichungen in den letzten zwanzig Jahren zeugen von einer ungeheuren Schaffenskraft. Dabei bewegt er sich souverän in allen Gattungen: Lyrik, Prosa, Essayistik, Übersetzung, Hörspiel. Schrott, in Tunis aufgewachsen, hat in Innsbruck, Berlin, Paris und Norwich studiert und war Lektor in Neapel. Heute lebt er in Innsbruck und Irland. Zu seinen wichtigsten Werken gehören die Romane "Finis Terrae" (1995) und "Tristan da Cunha" (2003), die Novelle "Die Wüste Lop Nor" (2000), die Erzählung "Khamsin" (2002), die Gedichtbände "Hotels" (1997), "Tropen. Über das Erhabene" (1998) und "Weissbuch" (2004) sowie die Nachdichtung des "Gilgamesh"-Epos (2001). Er übersetzte den Lyrikband "Mittsommer" von Derek Walcott. Grosses Aufsehen erregte der 1998 erschienene Band "Die Erfindung der Poesie", der neu übersetzte Gedichte aus allen Kulturen der letzten 4.000 Jahre enthält - Schrott beherrscht zahlreiche seltene Sprachen, u. a. Provençalisch, Okzitanisch und Gälisch. 2005 erschienen gesammelte Essays „Handbuch der Wolken-putzerei“, 2008 „Homers Heimat. Der Kampf um Troia und seine realen Hintergründe“. Zuletzt legte Schrott eine neue, freie Übersetzung von Homers „Ilias“ vor.
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Kurskosten: inkl. 3 Mahlzeiten Fr. 200.- / 135 Euro, zahlbar bis 20 Tage vor Kursbeginn.
Übernachtung:
Hotel Lenzburg, Lenzburg. EZ Fr. 100.-, DZ Fr. 80.-/Nacht
Hotel Ochsen, Lenzburg. EZ Fr. 125.-, DZ Fr. 85.-/Nacht
Sie erreichen das Hotel Lenzburg, das Hotel Ochsen und das Müllerhaus zu Fuss in 8-10 Min. vom Bahnhof. Jede halbe Stunde ein Schnellzug von und nach Aarau, Basel, Bern oder Zürich.
Freitag, 17. April, 14.00 Uhr, Begrüssung
14.00-16.30 Sprachübergreifender Spezialworkshop zum Thema „Übertitelung fürs Theater“ mit Uli Menke 17.00-19.30 Workshops
Samstag, 18. April. 9.30-12.00, 14.00-16.00, 16.30-18.30 Workshops
20.15 Raphael Urweider/Simon Koch
Sonntag, 19. April: 9.30-10.30 Schlussplenum: Berichte aus den Workshops,
11.00 Lesung und Diskussion mit Raoul Schrott. Ca. 13.00 Ende des Seminars
Anmeldung und Information:
Pedro Zimmermann, Projektleiter, Nürenbergstr. 17, CH-8037 Zürich
Tel. 044 363 29 66 pedrozim@hispeed.ch
Anmeldung bis spätestens 18. März 2009