Literaturübersetzer brauchen meist mehrere Standbeine. Der Betrieb aber ist träge, wer einmal mit Krimis erfolgreich war, wird kaum mit der Übersetzung eines Sachbuchs beauftragt, wer auf Frauenliteratur abonniert ist, tut sich womöglich schwer mit einem historischen Roman. Der Deutsche Übersetzerfonds bietet Literaturübersetzern in lockerer Folge Workshops an, bei denen sie sich auf Nachbarfeldern umsehen können: Wäre das vielleicht was für mich?

Mal ausprobieren ...Theaterübersetzen

9. bis 11. Oktober 2009

im Literarischen Colloquium Berlin


Ein Wochenendworkshop für erfahrene Prosaübersetzer und weniger erfahrene Theaterübersetzer (aus allen Sprachen ins Deutsche), die sich mit den spezifischen Übersetzungsproblemen bei der Textgattung Drama und den typischen Arbeitsabläufen in der Theaterbranche vertraut machen wollen.

 

Im Mittelpunkt steht die Arbeit an den eingereichten Texten. Dabei wird insbesondere auf die Unterschiede zwischen Prosa- und Theaterdialogen, auf den Begriff des Sprechakts sowie auf typische Stile dramatischen Schreibens eingegangen. Den Umgang mit (übersetzten) Texten in der Theater-Praxis wird ein Schauspieler anhand einiger Textbeispiele und Berichte aus der Probenarbeit illustrieren. Des Weiteren werden Gastreferenten (ein Theaterverlagslektor und ein Regisseur oder Dramaturg) auf berufskundliche Fragen hinsichtlich der Vertragsbedingungen und der klassischen Arbeitsabläufe eingehen.

 

Seminarleitung: Frank Heibert und Nathalie Mälzer-Semlinger

Teilnahmevoraussetzung: Nachgewiesene professionelle Übersetzungserfahrung


Keine Teilnahmegebühr, Fahrtkosten werden nach Möglichkeit erstattet

Einzureichen:

- Kurze Biobibliographie (1 Seite)

- eine Textprobe aus einer eigener Übersetzung, Prosa (Dialogpassagen inkl. Erzähltext, ca. 3 Seiten) oder Theater (dialogische Szene, ca. 5 Seiten), und Original. Angenommene Teilnehmer werden zudem gebeten, eine Seite Prosadialog in Theatertext umzuwandeln.

 

Rückfragen: an Nathalie Mälzer-Semlinger (n.maelzer-semlinger@freenet.de) und Frank Heibert (fheibert@aol.com)


Einsendeschluss: 17. August 2009 (Poststempel)

Stichwort „Theaterübersetzen“
Deutscher Übersetzerfonds
c/o Literarisches Colloquium Berlin
Am Sandwerder 5

14109 Berlin

Finanziert vom Deutschen Übersetzerfonds

www.uebersetzerfonds.de