Thomas Brovot übernimmt Vorsitz des Deutschen Übersetzerfonds
Thomas Brovot ist neuer Vorsitzender des Deutschen Übersetzerfonds (DÜF). Der Berliner Übersetzer
spanischer und lateinamerikanischer Literatur, Mitbegründer und bisheriger Stellvertretender Vorsitzender
wurde in der heutigen Mitgliederversammlung im LCBzum Nachfolger Rosemarie Tietzes gewählt, die den
Fonds seit seiner Gründung 1997 geleitet und nicht mehr kandidiert hat. Ulrich Blumenbach wurde zum
Stellvertreter berufen, Marie Luise Knott als Beisitzerin gewählt.
In den zwölf Jahren seines Bestehens hat der Deutsche Übersetzerfonds die Fundamente für eine
bundesweite und an der Praxis orientierten Übersetzerförderung gelegt. In den Genuß der
Stipendienprogramme und der „Akademie der Übersetzungskunst“ kommen Literaturübersetzer aller
Ausgangssprachen ins Deutsche. Dabei haben die jüngsten Mittelzuwächse die Spielräume spürbar erweitert:
Die Kulturstiftung des Bundes steigerte ihre jährlichen Zuschüsse auf 350.000 Euro, ab 2011 wachsen sie
um weitere 100.000 Euro. Das Auswärtige Amt verdoppelte seine Zuwendungen auf 40.000 Euro pro Jahr.
Die Kulturstiftung der Länder unterstützt den DÜF seit je mit jährlich knapp 60.000 Euro.
Rosemarie Tietze und Thomas Brovot bedankten sich bei Staatsminister Bernd Neumann und den
Förderern für die stetige Unterstützung beim Aufbau dieser Institution. Auch die Empfehlung der Enquete-
Kommission „Kultur in Deutschland“ des Deutschen Bundestages habe der Übersetzerförderung neue
Impulse gegeben. Der Deutsche Übersetzerfonds sehe sich und die Arbeit der Literaturübersetzer durch die
Kulturpolitik gewürdigt.