Random
House bietet in seinen Übersetzerverträgen seit kurzem die Wahlmöglichkeit
zwischen zwei Beteiligungsmodellen an: die herkömmliche Variante
und eine nach dem "Münchner Modell", das die Mitgliederversammlung
des VdÜ einhellig "abgelehnt"
hat. Random House behauptet, die neue Variante sei "für die allermeisten Übersetzer
vorteilhaft". Der
VdÜ hält das "Münchner Modell" dagegen für eine
Mogelpackung, die nur in wenigen Fällen einen Vorteil bietet, häufig
jedoch sogar deutliche Honorareinbußen zur Folge hat (s. dazu die
Stellungnahme von
Rechtsanwalt Peter Beisler). Dies gilt umso mehr, als in der nun angebotenen,
am "Münchner Modell" orientierten Vertragsvariante
sogar der ursprünglich geplante Fonds fehlt; die entsprechenden Prozentanteile
behält jetzt einfach der Verlag ein.
Wer wissen möchte, mit welchem Beteiligungsmodell er besser fährt, kann unseren RH-Honorarrechner zu Rate ziehen.
Die ungefähre Verteilung der Verkaufsauflagenhöhen zeigt folgende Statistik:
| Verkaufsauflage | Belletristik HC | Belletristik TB | Sachbuch HC | Sachbuch TB |
| 1-1000 | 6,2% | 2,8% | 11,8% | 14,3% |
| 1001-5000 | 42,8% | 25,6% | 47,9% | 33,4% |
| 5001-10000 | 23,6% | 22,1% | 19,6% | 22,7% |
| 10001-25000 | 12,2% | 23,3% | 12,3% | 16,5% |
| 25001-50000 | 7,8% | 11,6% | 4,4% | 6,7% |
| 50001-100000 | 4,4% | 7,5% | 2,6% | 3,5% |
| 100001-200000 | 1,9% | 4,5% | 0,8% | 1,8% |
| über 200000 | 1,1% | 2,6% | 0,5% | 1,0% |
(Quelle:
Das vom Verleger-Ausschuss des Börsenvereins des deutschen Buchhandels
in Auftrag gegebene Gutachten von Prof. Dr. Christian Homburg, "Betriebswirtschaftliche
Auswirkungen möglicher Veränderungen der Honorarsituation in Verlagen
als Folge der Urheberrechsnovellierung", Mannheim 2003, S.
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