Pressemitteilung 22. September 2008

VdÜ-Mitgliederversammlung lehnt Vergütungsvorschlag ab

Neuer Vorstand des Übersetzerverbands gewählt

Die Mitglieder des Verbands deutschsprachiger Literaturübersetzer / Bundessparte Übersetzer in ver.di (VdÜ) haben auf ihrer Mitgliederversammlung den zwischen der VdÜ-Verhandlungskommission und Random House ausgehandelten Entwurf einer Gemeinsamen Vergütungsregel abgelehnt.

Die große Mehrheit der Versammlung (über 2/3) sah in dem Vorschlag das neue Urhebervertragsrecht von 2002, das eine angemessene Vergütung der Urheber – namentlich der Übersetzer – vorsieht, nicht ausreichend umgesetzt. Für zu viele Übersetzer hätte der Vorschlag keine Verbesserung ihrer Honorare gebracht. Die Seitenhonorare drohten sogar hinter den Status Quo zurückzufallen.

Außerdem wurde ein neuer Vorstand des Übersetzerverbands gewählt. Der neu gewählte 1. Vorsitzende Hinrich Schmidt-Henkel: »Als Interimsvorstand haben wir die Chance, bis zur nächsten regulären Mitgliederversammlung im Frühjahr 2009 gemeinsam mit den an einer Vergütungsregel interessierten Verlagen Perspektiven für eine langfristig tragfähige Branchenregelung zu entwickeln.«
 

Hildegard Grosche
Foto: VdÜ