Auf der Suche nach den verlorenen Wörtern

Eine ganztägige und sprachübergreifende Fortbildung zur Geschichte der deutschen Sprache.
Für literarische Übersetzer und andere Interessierte.

Am 13. November 2006, 10.00 – 18.00 Uhr im Literarischen Colloquium Berlin

Moderation: Gabriele Leupold und Eveline Passet.

„Nur einige wenige Marker setzen“ lautet in der Regel die Empfehlung, wenn es darum geht, einen heute zu übersetzenden Text als alt zu kennzeichnen, doch ist Archaisierung, wie schon antike Autoren wußten, ein problematisches Verfahren, das auf bestimmten sprachlichen und sprachhistorischen Voraussetzungen beruht. Nicht für jeden Text sind dieselben Mittel geeignet.

Und so wird Dieter Cherubim in seinem Vortrag „Archaisierung: Sprache und Sprachgebrauch“ zunächst diese Voraussetzungen und deren Verarbeitung (Sprachschichtung) erläutern, um sodann an ausgewählten Beispielen verschiedener Jahrhunderte zu zeigen, welche Techniken zu beobachten und wie deren Funktionen im Sprachgebrauch einzuordnen sind.

Im Anschluß daran wird Renate Birkenhauer unter dem Titel „... noch völlig gangbar“ uns auf einen „Rundgang durchs Magazin der deutschen Lexikographie“ mitnehmen: Aufgeblättert und auf ihre Brauchbarkeit fürs Übersetzen befragt werden die großen mehrbändigen Werke des 18. und 19. Jahrhunderts (Adelung, Campe, Grimm und Sanders), aber auch die bearbeitete Synonymik von Eberhard aus dem Jahr 1852 und andere Nachschlagewerke mehr.

Den Abschluß bildet wie immer ein Werkstatt-Teil.

Der Eintritt ist frei, 8 Euro Unkostenbeteiligung für einen Mittagsimbiß und Getränke sind vorgesehen.

Anmeldung erbeten: per Mail an becker@lcb.de oder per Fax unter der Nummer 030-81699619.

Ort: Literarisches Colloquium Berlin
Am Sandwerder 5
14109 Berlin

Eine Veranstaltung des Literarischen Colloquiums Berlin.
Mit freundlicher Unterstützung der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur.