Aktionstag auf der Leipziger Buchmesse

Schöpferkraft braucht Nahrung

Aktionstag auf der Leipziger Buchmesse am 23. März 2007

FÜR EINE ANGEMESSENE UND REDLICHE HONORIERUNG
DER LITERATURÜBERSETZER!

Schöpferkraft braucht Nahrung Schöpferkraft braucht Nahrung Schöpferkraft braucht Nahrung
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Seit fünf Jahren gibt es das neue Urhebervertragsrecht. Erklärtes Ziel dieses Gesetzes ist, einen skandalösen Zustand zu beenden. Bis 2002 bestimmten Verwerter urheberrechtlicher Leistungen die Honorare praktisch allein. Mit gravierenden Folgen:

Seit Jahrzehnten sinkt das Einkommen der Literaturübersetzer im Verhältnis zu den Lebenshaltungskosten. Mit einem durchschnittlichen Einkommen von 1000 Euro im Monat leben sie an der Armutsgrenze, mit Kindern mitten in Hartz IV. Das neue Urhebervertragsrecht räumt ihnen endlich einen Anspruch auf angemessene Vergütung ein.

Als angemessen kann laut Gesetz nur gelten, worüber sich Urheberverbände und Verwerter in fairen und freien Verhandlungen geeinigt haben.

Leider lassen sich die Verlage nach wie vor nicht auf echte Verhandlungen mit den Literaturübersetzern ein, sondern versuchen, die angemessene Vergütung ohne Rücksprache mit den Übersetzern allein zu bestimmen. Seit kurzem nötigen sie die Übersetzer zum Abschluss neuer Übersetzungsverträge, die sie als großen Fortschritt verkaufen, die in Wahrheit jedoch ein Sparprogramm der Verlage auf Kosten der Übersetzer darstellen.

Die Literaturübersetzer sind weiterhin bereit, mit den Verlagen konstruktiv zu verhandeln und eine gemeinsame Vergütungsregel aufzustellen. Kernpunkte einer solchen Regel müssen höhere Grundhonorare und eine nicht verrechenbare Beteiligung an Verkaufs- und Nebenrechtserlösen sein.

Nur dann wird es auch künftig Weltliteratur in guter deutscher Übersetzung geben.


Podiumsgespräch

5 Jahre Urhebervertragsrecht -

noch immer keine angemessene Vergütung für Literaturübersetzer in Sicht?

Es diskutieren:

Moderation: Burkhard Müller-Ullrich

 

Buchmesse Leipzig, Freitag, 23. März 2007, 10.00 Uhr bis 11.30 Uhr, Congress Center, Seminarraum 6/7