Humor ist Erkenntnis der Grenze, verbunden
mit grenzenloser Erkenntnis.(Gerhart Hauptmann)
Humor in Deutschland und Frankreich und seine (Un-)Übersetzbarkeit
Tagung 28./29. April 2006 in Genshagen bei Berlin
Deutschland ist für viele Dinge bekannt, seine Sprache,
seine Dichter, seine Natur, für seinen Humor ganz sicherlich
nicht. Und doch gibt es im deutschen Fernsehen so viele Comedy-Shows
wie nie zuvor und das Kabarett boomt. Sind die Deutschen also
doch entgegen aller Vorurteile eine Lach- und Spaßgesellschaft
geworden?
Die Franzosen schätzt man als ein Volk
mit Esprit und der Fähigkeit, das Leben „leicht“
zu nehmen und unter vielen anderen Dingen vor allem über
sich selbst zu lachen. Aber können die Franzosen auch
über deutschen Humor lachen?
Und die Deutschen über/mit Franzosen…?
Humor ist ein gesellschaftliches Phänomen,
das eng mit Gedanken- und Meinungsfreiheit verbunden ist.
Er kann wohltuend und befreiend wirken, aber auch subversiv
sein und Widerstand leisten. Humor spiegelt gesellschaftliche
Zustände, Krisen und Brüche. Da sich unser Institut
seit 12 Jahren mit politischen, geschichts- und kulturwissenschaftlichen
Themen im interkulturellen Vergleich beschäftigt, möchten
wir auch in dieser Tagung ernsthaft (und sicherlich heiter)
über das Thema "Humor" im deutsch-französischen
Vergleich nachdenken. Dabei wird es mehrere Diskussionsrunden
geben, zum Lachen im/als Widerstand, Humor ohne Grenzen (Migrantenhumor)
und über die Möglichkeiten der Übersetzung
von Humor. Freitag abend wird es dann hoffentlich für
alle etwas zu lachen geben in einem deutsch-französischen
Programm und am Samstag morgen zwei Arbeitsgruppen, in denen
interkulturell an der Übersetzung von Humor in Wort und
Bild gearbeitet wird. Diese Tagung soll Raum schaffen für
Begegnungen verschiedener Zielgruppen aus Deutschland und
Frankreich: Forschern, Studenten, Lehrern, Schülern und
„Praktikern“ des Humors.
Wenn Sie Interesse haben, an dieser Tagung teilzunehmen,
wenden Sie sich bitte an Frau Magali Tardivel-Lacombe - Tel.
03378/ 80 59 28; E-Mail: tardivel@stiftung-genshagen.de
- die Ihnen demnächst das genaue Programm sowie ein Anmeldeformular
zuschicken kann. Außerdem würden wir uns freuen,
wenn Sie diese Einladung auch an andere potentiell Interessierte
weiterleiten könnten.
Katrin Schielke
Projektleiterin Kultur |