Fr. 29.01.2010

Walfänger und Wortfischer

Ein Abend zum Gedenken an den Übersetzer

Matthias Jendis

 

Vor einem Jahr verstarb der Göttinger Übersetzer Matthias Jendis. Mit seiner Neu-Übersetzung (2001) von Herman Melvilles Roman Moby Dick setzte er Maßstäbe der zeitgenössischen Literaturübersetzung. 2002 erhielt er für seinen Moby Dick den Heinrich-Maria-Ledig-Rowohlt-Preis, im gleichen Jahr den Niedersächsischen Förderpreis Literatur.

Doch auch den Werken von Patricia Highsmith, Alice Mc Dermott, Patrick O'Brian, Robert Wilder Perkins, Valerie Blumenthal, Elliot Perlman und anderen gab Matthias Jendis ihre gültige Gestalt in deutscher Sprache. Er war ein großartiger Übersetzer und Vermittler.

Mit Matthias Jendis hat Göttingen eine bedeutende Persönlichkeit des kulturellen Lebens verloren, hochgebildet, sprachmächtig, kantig und bei alldem zugleich feinnervig und empfindsam. Doch sein Übersetzungswerk bleibt ein Torso, von Bestand. „Der Tod hat nicht das letzte Wort,“ schrieb die Shakespeare-Übersetzerin Christa Schuenke in Ihrem Nachruf.

Unter dem Titel Walfänger und Wortfischer lesen zum Gedenken an den viel zu jung verstorbenen Matthias Jendis seine Kollegen, Freunde und Weggefährten aus den Texten seiner Feder

Sabine Baumann (Übersetzerin, Frankfurt a.M.)

Daniel Göske (Anglist, Kassel)

Katrin Harlaß (Übersetzerin, Berlin)

Eva Profousovà (Übersetzerin, Hamburg)

Christa Schuenke (Übersetzerin, Berlin)

Dirk Tiedemann (Pastor i.R., Göttingen).

 

Freitag, dem 29. Januar 2010 um 20.00 Uhr

Literarisches Zentrum Göttingen, Düstere Straße 20

 

Göttinger Literaturübersetzer und das Literarische Zentrum Göttingen e.V. laden zu der Veranstaltung ein.
Der Eintritt ist frei.