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Vor einem sehr interessierten Publikum erzählten Sigrid
Ruschmeier, Bernhard Robben und Thomas Brovot zunächst,
welche Zufälle sie zum Übersetzerberuf gebracht
haben, den kaum jemand ohne Umwege ansteuert. Einig waren
sich die drei erfahrenen Übersetzer, dass sich dieser
Beruf nicht ohne weiteres an einer Universität, sondern
vielmehr in der Praxis erlernen lässt.
Elke Schmitter fragte nach dem Umgang mit der unterschiedliche
Syntax von Ausgangs- und Zielsprachen und löste eine
angeregte Diskussion über die Vielfalt der Lösungen
von Übersetzungsproblemen aus, unter denen der Übersetzer
sich für eine entscheiden muss Bernhard Robben erklärte,
warum die persönliche Freundschaft zu einem Autor die
Übersetzung seiner Werke schwierig macht. Ebenso problematisch
kann es sein, wenn man den Autor nicht mehr fragen kann, weil
er schon lange tot ist. Wie sie sich in einem solchen Fall
das Problem eines "errötenden Steins" löste,
erzählte Sigrid Ruschmeier. Thomas Brovot wusste zu berichten,
dass man mit zunehmender Berufserfahrung nicht schneller wird,
sondern sich immer gründlicher darum bemüht, alle
Facetten des Ausgangstextes ins Deutsche zu übertragen.
Bericht: Claudia Steinitz
Foto: Sabine Schäfer |