Das Übersetzer-Zentrum der Frankfurter Buchmesse 2006
Halle 5.0 Stand E955
Mittwoch 4.10.2006
13.00
Preisgekrönte Übersetzer im Gespräch
Mit Ragni Maria Gschwend, Preis der Leipziger Buchmesse; Karin
v. Schweder-Schreiner, Albatros-Literaturpreis; Joachim Röhm,
Jane-Scatcherd-Preis. Moderation: Helmut Frielinghaus
14.00 - 18.00
Gläserner Übersetzer
Eike Schönfeld, Übersetzer von J.D. Salinger, Joseph
Conrad und Henry Roth, arbeitet an Passagen aus „Fresh“
von Mark McNay (deutsch bei dtv).
14.00
Übersetzer – Partner im Wissenschaftsbetrieb
Aktuelle Beispiele aus der Arbeit des Sprachendienstes im
Forschungszentrum Jülich verdeutlichen die vielseitigen
täglichen Herausforderungen an einen wissenschaftlich-technischen
Übersetzer. Im Zeitalter des Internets und computer-unterstützten
Übersetzens ist die Beherrschung der technischen Hilfsmittel
unerlässlich, aber genauso wichtig sind Kreativität,
sprachliche Kompetenz und ein sensibler Umgang mit Menschen.
Mit Janet Carter-Sigglow, Sprachendienst, Forschungszentrum
Jülich
15.00
Online-Sprachressourcen für Übersetzer in Frankreich
und Deutschland
Susanne Alt (Sprachressourcenzentrum Nancy) und Alexander
Geyken (Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften)
stellen französische und deutsche elektronische Sprachressourcen
vor, die von Übersetzern bei der alltäglichen Arbeit
online genutzt werden können, wie „Trésor
de la Langue Française“ und "Digitales Wörterbuch
der Deutschen Sprache des 20. Jahrhunderts - DWDS".
16.00
Übersetzungsförderung durch die EU: Wie geht es
weiter nach 2007?
Informationsveranstaltung des Cultural Contact Point Deutschland,
der nationalen Kontaktstelle für das Kulturförderprogramm
der EU, mit praktischen Hinweisen zur Beantragung von Fördergeldern.
Vorgestellt wird das neue Förderprogramm, das 2007-2013
an die Stelle von KULTUR 2000 treten wird. Mit Sabine Bornemann,
Leiterin des CCP Deutschland, Bonn
17.30
Eröffnung des Übersetzer-Zentrums _ Happy Hour
Durch Juergen Boos, Direktor der Frankfurter Buchmesse. Verleihung
der Übersetzer-Barke des VdÜ an Maike Albath für
ihre Würdigung der kreativen Arbeit des Übersetzens
in einer Weise, die weit über das übliche Maß
hinausgeht, durch Gerlinde Schermer-Rauwolf, Vorsitzende des
VdÜ.
Donnerstag 5.10.2006
10.00 – 14.00
Gläserner Übersetzer
Andrea Fischer, Übersetzerin von Dennis Lehane und Peter
Robinson, arbeitet an Passagen aus „The Yiddish Policemen’s
Union“ von Michael Chabon.
10.00
Wer übersetzt, lernt nie aus
Literaturübersetzer bilden sich in Seminaren fort, die
von Profis für Profis gestaltet werden und allmählich
zur "Akademie der Übersetzungskunst" zusammenwachsen.
Wie solche Feinarbeit an der Sprache aussieht, führen
Frank Heibert, Karin Krieger, Christa Schuenke und Rosemarie
Tietze vor. Eine Veranstaltung des Deutschen Übersetzerfonds
11.00
Informationsveranstaltung des VdÜ
Der VdÜ berichtet über Aktuelles aus dem Verband
und den Stand der Vergütungsverhandlungen. Mit Gerlinde
Schermer-Rauwolf, Vorsitzende des VdÜ
12.00
Übersetzung als literarisches Exil
Berlusconis Italien: Die Romane des italienischen Autorenduos
Monaldi & Sorti sind Bestseller in 45 Ländern. Eine
Originalausgabe gibt es nicht: Aus politischen Gründen
publizieren die Autoren nicht in Italien. So wurden ihre Übersetzer
zu ihrer Stimme und die Übersetzung zu ihrem Exil. Ein
interessantes Beispiel enger Zusammenarbeit zwischen Übersetzern
und Autoren und Austausch zwischen den Übersetzern. Mit
Rita Monaldi, Francesco Sorti und den ÜbersetzerInnen
Jan van der Haar, Annette Kopetzki, Hristo Hadzhitanev, Simone
Cardelli, Vassilis Karagiorgos. Moderation: Alexander Kühn
13.30
„Die Nacht, als Mats nicht heimkam“
Über das für den deutschen Kinder- und Jugendbuchpreis
nominierte Jugendbuch unterhält sich die Autorin Martha
Heesen mit ihrem Übersetzer Rolf Erdorf. Moderation:
Petra Hrabak; Einführung: Regina Pantos, Vorsitzende
des AKJ
14.00 – 18.00
Gläserner Übersetzer
Ingo Herzke, Übersetzer von John Griesemer und Paula
Fox, arbeitet an Passagen aus „Day“ von A.L. Kennedy
(deutsch bei Wagenbach).
14.30
Ein Verlagsprogramm aus Übersetzungen
Verlagen, deren Programm in erster Linie aus Übersetzungen
besteht, stellen sich besondere wirtschaftliche und inhaltliche
Herausforderungen. Dies spiegelt sich auch in der Zusammenarbeit
von Lektorat und Übersetzern wider. Aus ihrer Praxis
berichten: Eric Visser, Uitgeverij De Geus, NL; Geeta Dharmarajan,
Katha, Indien; Lucien Leitess, Unions Verlag, Schweiz. Moderation:
Thomas Brückner
15.30
Übersetzungsförderung in Europa
Übersetzungsförderung ist eine Voraussetzung für
die Verbreitung von anspruchsvoller Literatur. Vorgestellt
und erörtert werden die Vielzahl an Stipendien und anderer
Fördermöglichkeiten in Europa. Mit Yana Genova,
Next Page Foundation; Sabine Bornemann, Cultural Contact Point
Germany; Valentin Sandulescu, Romanian Cultural Institute;
Jürgen Jakob Becker, Literarisches Colloquium Berlin;
Kate Griffin, Arts Council England. Moderation: Alexandra
Büchler. Eine Veranstaltung von Literature Across Frontiers.
16.30
Honorare im freien Lektorat
Der Verband der Freien Lektorinnen und Lektoren stellt seine
neue Broschüre zur Einkommenssituation in diesem rasch
wachsenden Berufsfeld vor. Mit Andrea Kamphuis
17.00
Happy Hour: Freie Lektoren und Literaturübersetzer laden
ihre Verlagslektoren zum Gespräch bei einem Glas Prosecco
ein.
Eine Veranstaltung des VdÜ und des VfLL
Freitag, 06.10.2006
10.00
Dolmetschen im polizeilichen Ermittlungsverfahren
Petra Siegmann, Diplom-Dolmetscherin und –Übersetzerin
und häufig bei Gericht und Polizei tätig, berichtet
aus ihrem Alltag. Eine Veranstaltung des BDÜ.
11.00
Zwischen Purismus und Pidgin
Literarische Übersetzer tragen zwei Herzen in ihrer Brust.
Sollen sie das sprachliche Erbe Goethes und Schillers hochhalten
oder sich am Neudeutsch der Massenmedien orientieren? Jürgen
Dormagen, Marie-Luise Knott und Hinrich Schmidt-Henkel diskutieren
die Freiräume von Übersetzern im Spannungsfeld von
Sprachpflege und Sprachentwicklung. Moderation: Ulrich Blumenbach.
Eine Veranstaltung des Deutschen Übersetzerfonds
12.00 - 14.00
Gläserner Übersetzer
Claudia Feldmann, Übersetzerin von Eoin Colfer, Françoise
Sagan und Malachy McCourt, arbeitet an Passagen aus „Heretic“
von Bernard Cornwell (deutsch bei Ullstein).
12.00
Auslobung des Karl-Dedecius-Preises
der Robert Bosch Stiftung für deutsche Übersetzer
polnischer Literatur und polnische Übersetzer deutscher
Literatur. Mit Dr. Olaf Kühl (KDP-Preisträger 2005),
Dr. Maja Pflüger (Robert Bosch Stiftung) und Prof. Dr.
Dieter Bingen (Deutsches Polen-Institut Darmstadt). Eine Veranstaltung
des Deutschen Polen-Instituts Darmstadt und der Robert Bosch
Stiftung
13.00
La mer, la mère: Literarisches von Hoher See
"Thalassa, Thalassa!": Das Meer als Ursuppe, als
wilde See der Seele, endloser Ozean des Untergangs oder als
tiefes Wasser der Erlösung - wir Übersetzer dürfen
es bisweilen besuchen, ohne den Schreibtisch verlassen zu
müssen. Treibgut von solchen Törns werden vorgestellt.
Xenia Osthelder, Christa Schuenke und Matthias Jendis lesen
aus Werken von John Nicol, Jonathan Swift, John Banville,
Herman Melville und Patrick O'Brian.
14.00 _ 18.00
Gläserner Übersetzer
Jochen Schwarzer, Übersetzer von Stephen King und Hunter
S. Thompson, arbeitet Passagen aus der Erzählung „Dragon
Black“ von Sean McMullen.
14.00
Übersetzer _ Botschafter der Literatur
Werke so genannter kleiner Sprachen werden für Verlage
und Publikum meist von Übersetzern entdeckt. Vertreter
verschiedener Literaturorganisationen erläutern, auf
welche Art sie Übersetzer dabei unterstützen. Mit
Iris Schwanck, FILI – Finnish Literature Abroad; Ela
Kalinowska, Polish Book Institute; Sinead Mac Aodha, Ireland
Literature Exchange; Misia Sert, Institut Ramon Llull; and
Inga Nostyte, Books from Lithuania. Moderation: Alexandra
Büchler. Eine Veranstaltung von Literature Across Frontiers
15.00
Transcript – European Internet Review of Books and
Writing
Seit drei Jahren nimmt Transcript, die dreisprachige Online-Zeitschrift
ihre Leser auf literarische Reisen durch Europa _ und entdeckt
für sie neue Stimmen in der Gegenwartsliteratur. Mit
Chantal Wright. Eine Veranstaltung von Literature Across Frontiers
15.30
Literaturvermittlung zwischen Iran und Deutschland
Beim Literaturtransfer zwischen Iran und deutschsprachigen
Ländern stellen sich mehrere Herausforderungen. Es beginnt
damit, dass es keine deutschen Lektoren gibt, die des Farsi
mächtig sind und Deutsch in iranischen Verlagen nicht
gelesen werden kann. Damit spielen Übersetzer in den
ohnehin nicht einfachen Beziehungen zwischen Iran und Deutschland
eine zentrale Rolle. Es diskutieren: Hassan Kiayaan, Verlag
Nashr-e Cheshmeh; Kamran Djamali, Lyriker und Übersetzer;
Susanne Baghestani, Übersetzerin; Hans-Ulrich Müller-Schwefe,
Suhrkamp Verlag. Moderation: Kamran Safiarian
17.00
Übersetzungsförderung katalanischer Literatur
– Happy Hour
Im Jahr 2007 wird die Katalanische Kultur Ehrengast der Frankfurter
Buchmesse sein. Bereits heute soll ein Überblick gegeben
werden über die Katalanische Literatur und das gesamte
Spektrum an Fördermöglichkeiten durch das Institut
Ramon Llull Mit: Joan Francesc Mira, Anthropologe, Autor und
Übersetzer, und Carles Torner, Institut Ramon Llull
Samstag, 7.10.2006
10.00 – 14.00
Gläserner Übersetzer
Ulrich Blumenbach, Übersetzer von Agatha Christie, Arthur
Miller und Stephen Fry, arbeitet an Passagen aus „Infinite
Jest“ von David Foster Wallace.
10.00
»Das Auge ist die Vorhut des Fußes«
Moderne Literatur in der Türkei: Zur Übersetzung
von Hasan Ali Topta_ Romans »Die Schattenlosen«.
Mit Hasan Ali Topta_, Autor; Gerhard Meier, Übersetzer;
Alice Grünfelder, Lektorin TÜB Unionsverlag. Moderation:
Monika Carbe
11.00
Szenische Lesung mit Absolventen des Goldschmidt-Programms
Das deutsch-französisches Austauschprogramm für
junge Literaturübersetzer lädt ein zu einem neuen
Blick auf Autoren des Nachbarlandes. Mit den Übersetzerinnen
Juliette Aubert, Helene Greubel und Angela Sanmann. Veranstaltet
von Deutsch-Französischen Jugendwerk, Frankfurter Buchmesse
und Bureau International de l’Edition Française
12.30
Von der Unmöglichkeit der literarischen Übersetzung
Der Roman „Infinite Jest“ von David Foster Wallace
ist „eine sich schier ins Unendliche verschachtelnde
Enzyklopädie der westlichen Zivilisation“ (R. Kämmerling).
Über die Unmöglichkeit der Übersetzung im Allgemeinen
und im Besonderen unterhalten sich der Übersetzer Uli
Blumenbach und der Literaturkritiker Guido Graf.
13.30
Indien und die westlichen Sprachen – anglais, un
passage obligé vers les langues occidentales?
Indien, ein Land mit über 400 Einzelsprachen und Dialekten.
23 Sprachen sind durch ein Bundesgesetz privilegiert; Hindi
und Englisch sind offizielle Sprachen der Republik. Geschichtlich
bedingt ist der Einfluss des Englischen hoch. Welche Auswirkungen
haben diese Fakten für andere (Fremd-)Sprachen _ insbesondere
das Französische? Wie arbeiten Verlage, Wissenschaftler
und Übersetzer, wenn es eine Übersetzung aus „dem
Indischen“ nicht gibt? Muss man als Sprecher des Französischen
den Weg über das Englische nehmen, um sich den Sprachen,
der Literatur und der Kultur Indiens zu nähern?
Mit: Prof. Dr. Annie Montant, INALCO, Paris, Dominique Vitalyos,
Übersetzerin; Prof. Dr. France Bhattacharya, INALCO,
Paris.
14.00 – 18.00
Gläserner Übersetzer
Thomas Merk, Übersetzer von Patricia Cornwell und Noah
Gordon, arbeitet an Passagen aus „The Travelling Vampire
Show“ von Richard Laymon
15.00
Bücher übersetzern – Brücken schlagen
Das Übersetzungsförderungsprogramm des Goethe-Instituts
www.goethe.de/uebersetzungsfoerderung als Instrument der Literaturvermittlung
im und ins Ausland. Im Gespräch mit Ingo Schulze und
seinem britischen Übersetzer John E. Woods werden die
Anwendungsmöglichkeiten dieses Programms erläutert
sowie dessen Zuschnitt und Zielsetzung. Moderation: Clemens-Peter
Haase, Goethe-Institut München
16.00
“ich würde ein gedicht verkaufen mit sämtlichen
ersatzteilen“
Dichten und Reisen sind zwei Tätigkeiten, die sich notwendig
bedingen, davon legt Eugenijus Ali_anka Zeugnis ab. Er ist
ein „poet on the road“, der in seinen Texten auch
den Weg von Europa nach Litauen bahnt: Als Redakteur einer
englischsprachigen Zeitschrift präsentiert er das gegenwärtige
Schreiben in Litauen. Als Festivalleiter und als Zuständiger
für die internationalen Programme des litauischen Schriftstellerverbandes
ist er eine wichtige Nahtstelle für den Literaturaustausch
seines Landes. Als Übersetzer ist er vor allem dem Polnischen
verpflichtet.
Dolmetscherin: Claudia Sinnig, Moderation: Katharina Narbutovic
17.00
Vom Verse schmuggeln. Das Gedicht zwischen den Sprachen
Dichter übersetzen Dichter – ein poetischer Idealzustand.
Die Autorinnen Ulrike Draesner (Deutschland) und Nora Iuga
(Rumänien) berichten über ihre Erfahrungen mit diesem
„VERSschmuggel“, bei dem sich Dichter in einem
mehrtägigen Workshop gegenseitig übersetzen, mit
Hilfe von Dolmetschern, Interlinearübersetzungen und
Wörterbüchern. Moderation: Thomas Wohlfahrt, Literaturwerkstatt
Berlin
Sonntag, 8.10.2006
10.00 - 14.00
Gläserner Übersetzer
Christia Schuenke, Übersetzerin von Jonathan Swift, Herman
Melville und John Banville, arbeitet aus Passagen aus „House
of Leaves“ von Mark Z. Danielewski.
11.00
Unerwartetes und kleine Pannen beim Dolmetschen
Marlis Rydzy-Götz, Diplom-Dolmetscherin und –Übersetzerin,
erzählt aus der Praxis und gibt Tipps: Wie reagiert man
im Ernstfall? Eine Veranstaltung des BDÜ
12.00
Literarisches Übersetzen für Einsteiger
Tipps und Hinweise für angehende Übersetzer und
Auskünfte über den europaweit einzigartigen Studiengang
Literaturübersetzen in Düsseldorf. Mit Claudia Steinitz,
VdÜ, und Mona Wodsak, Heinrich-Heine-Universität
Düsseldorf
13.00
„Leibspeise“
Der dänische Autor Kristian Ditlev Jensen im Gespräch
mit seiner Übersetzerin Sigrid Engeler über die
Entstehung der deutschen Fassung seines Roman (Hoffmann und
Campe) Moderation: Rainer Wieland
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