Im Rahmen des Projekts „Nord Stream 3“ geht das Forum Mare Balticum qua Übersetzung der Frage nach, ob es allen historischen Verwerfungen zum Trotz eine gemeinsame Identität in der Ostseeregion, im baltischen Raum geben kann? Ob nicht statt aller trennenden Nationalismen eine übergreifende Identität denkbar wäre? Hierbei soll der Blick insbesondere auf die Grenzregionen und Peripherien des nordöstlichen Europas gerichtet werden – Lappland, Karelien, Ingermanland, Setumaa, Lettgallen, den Suwalki-Zipfel, Masuren, die Kaschubei, das historische Livland – deren Kulturen immer wieder zerrieben zu werden drohten.

Die Baltic Sea Library ist eine digitale Open-Source-Plattform. Zurzeit umfasst sie repräsentative Auszüge aus Romanen sowie Erzählungen, Gedichte und Essays, kurzum literarische Texte in 14 Sprachen. Neben den neun Amtssprachen der Ostseeanrainer finden sich auch Texte auf Samisch, Norwegisch und Isländisch sowie auf Latein und (Alt)Englisch. Sie steht als ein Modellprojekt für die digitale Vermittlung einer literarischen Region, die als gemeinschaftlich-dialogisches Narrativ nur in ihrer ganzen Sprachenvielfalt fassbar wird.

Aufgerufen zur praktischen Beteiligung sind Übersetzerinnen und Übersetzer in Deutschland mit dem Fokus auf kulturhistorische Essays, die den gesetzten Schwerpunkt erfassen. Gefördert wird das Projekt bis November 2021 mit einem Betrag von knapp 60.000 Euro im Rahmen des Programms „Neustart-Kultur“ aus Mitteln der Beauftragten des Bundes für Kultur und Medien vom Deutschen Übersetzerfonds, wir berichteten

Interessierte mit den Ausgangssprachen Finnisch, Russisch, Estnisch, Lettisch, Schwedisch, Norwegisch und Englisch melden sich bitte bei 

Forum Mare Balticum e.V.
Bergmannstr. 17, 10961 Berlin
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(16.12.2020)