Bernhard Strobel (Foto: Lukas Dostal), Lajos Adamik (Foto: Lajos Adamik)

Der Preis für Literaturübersetzungen ins Deutsche geht an den Wiener Übersetzer Bernhard Strobel; der Preis für die Übersetzung österreichischer Literatur in eine andere Sprache geht an den ungarischen Übersetzer, Lektor und Publizisten Lajos Adamik.

Der Autor und Übersetzer Bernhard Strobel (*1982 in Wien) überträgt drei maßgebliche norwegische Gegenwartsautoren fernab des literarischen Mainstreams ins Deutsche: Bjarte Breiteig, Tor Ulven und Jan Kjærstad. Er erhält den Staatspreis für seine herausragende Leistung, schnörkellos-lakonische Texte wie fabulierend-mäandernde Texte in ihrer jeweiligen Vielschichtigkeit, Experimentierfreudigkeit und sprachschöpferischen Kraft einem deutschsprachigen Publikum zugänglich zu machen, so die Jury.

Der ungarische Übersetzer, Lektor und Publizisten Lajos Adamik (*1958 in Budapest) übersetzt Autoren wie Adalbert Stifter, Stefan Zweig, Peter Handke, Ingeborg Bachmann, Thomas Bernhard, Christoph Ransmayr, Robert Menasse, Werner Kofler und Marlene Streeruwitz. Er erhält den Preis für seine hohen ästhetischen Ansprüche gegenüber den von ihm ausgewählten Texten sowie für seine Meisterschaft, komplexe, philosophisch-literarische Übertragungen von Repräsentanten der klassischen und modernen Belletristik und Essayistik zu bewerkstelligen, so die Jury.

Der Österreichische Staatspreis für literarische Übersetzung wird jährlich vom Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport vergeben. Die Nominierung der Preisträger erfolgt durch den Beirat für literarische Übersetzung. Die Preise sind mit jeweils 10.000 Euro dotiert. Die Verleihung der Preise wird im Sommer 2022 im Literaturhaus Wien stattfinden.

(7.12.2021)