Zoë Beck (Foto: Victoria Tomaschko)

Zoë Beck (Foto: Victoria Tomaschko)

Die Autorin, Übersetzerin, Verlegerin und Aktivistin Zoë Beck wird BücherFrau des Jahres 2022. Mit der Wahl des Jahresthemas „Die im Dunkeln sieht man nicht“ für 2023 stellen die BücherFrauen zugleich die Berufsgruppe der ÜbersetzerInnen ins Rampenlicht.

Zoë Beck studierte englische und deutsche Literatur und arbeitete nach dem Studium als TV-Producerin, schrieb Drehbücher und ist bis heute als Synchronregisseurin tätig. Seit 2004 ist sie als freiberufliche Autorin und literarische Übersetzerin tätig. Für ihr schriftstellerisches Werk erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen. Als literarische Übersetzerin arbeitet Zoë Beck für unterschiedliche Verlage und übertrug unter anderem die irische Autorin Sally Rooney aus dem Englischen ins Deutsche.

Gemeinsam mit Jan Karsten gründete sie 2013 den Literaturverlag CulturBooks, dessen Schwerpunkt auf internationaler Literatur liegt. Als Verlegerin ist Zoë Beck Mitinitiatorin des Aktionsbündnisses #verlagegegenrechts, das sich gegen rassistisches, antifeministisches und homophobes Gedankengut stellt. Auch ist sie Mitbegründerin des feministischen Netzwerks „Herland“ und im Vorstand der Litprom, einem Verein zur Förderung von Literaturen aus dem Globalen Süden.

Die Jahrestagung der BücherFrauen 2021 eröffnete Beck mit einer Keynote zum Thema „Sexismus in der Buchbranche“. Sie kennt die Strukturen und Machtverhältnisse der Branche gut und attestiert, dass dort immer noch der männliche Blick dominiere. Sie sieht aber auch „[…] eine neue Welle der Sichtbarmachung. Und wir müssen dafür sorgen, dass es diesmal bei der Sichtbarkeit bleibt. Nur so lassen sich die Machtverhältnisse ausgleichen, lässt sich der ‚male gaze‘ korrigieren, der Sexismus auf Dauer bekämpfen.“

(11.5.2022)