Wachsende Erfahrung im Literaturübersetzen sorgt für ein größeres Instrumentarium und ein geschärftes Sprachgefühl, manchmal auch für Ermüdung in der Routine und nachlassende Lust auf literarische Feinheiten. Wir möchten mit unseren Seminaren frischen Schwung ins Altbekannte bringen und hie und da neue Perspektiven und Zugriffe anbieten.

Die 5. Auflage des Frischer-Wind-Seminars für Englischübersetzer möchten wir wie bisher durch einen Mix aus gemeinsamer Textarbeit und themenbezogenem Input strukturieren. Dabei ergänzen sich unsere eigenen Interessensschwerpunkte: der systemische Vergleich englischer und deutscher Strukturen, mit dessen Hilfe die Übersetzung im Deutschen lebendig wird, und die Frage nach dem überzeugenden Nachschaffen des charakteristischen Tons der jeweiligen literarischen Stimme.

Neu ist diesmal, dass nicht wir die zu bearbeitenden Texte stellen, sondern die TeilnehmerInnen dazu einladen möchten, sich mit ihren eigenen Projekten zu bewerben – gern auch mit syntaktisch oder allgemein stilistisch anspruchsvollen Texten oder solchen, die mit Dialekt/Soziolekt, Wortspielen oder Rhythmisierung arbeiten. Textarbeit und Input orientieren sich entsprechend stark daran, was den mitgebrachten Projekten besonders weiterhelfen könnte.

Leitung: Christiane Buchner und Frank Heibert

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