Vorbei sind die Zeiten, in denen Finnland vor allem mit endlosen Wintern und schweigsamen Eigenbrötlern à la Kaurismäki in Verbindung gebracht wurde. Seit 2018 kann der Staat im hohen Norden den Titel „Glücklichstes Land der Welt“ für sich beanspruchen, und seit kurzem haben die Finnen mit Sanna Marin auch die jüngste Regierungschefin der Welt, was international für viel Beachtung sorgte.

Die Nordlichter sind aber nicht nur glücklich und fortschrittlich, sondern auch passionierte Leser. Doch was zeichnet die finnische Literatur aus? Wie übersetzt es sich aus einer Sprache mit 15 Fällen? Geben die strukturellen Unterschiede zwischen Ausgangs- und Zielsprache mehr Freiheit, erfordern kulturelle Besonderheiten mehr „Leserhilfe“? Oder unterscheidet sich das Übersetzen aus dem Finnischen am Ende vielleicht gar nicht so sehr vom Übersetzen aus anderen Sprachen? Darüber diskutieren der Münchner Übersetzer Maximilian Murmann und die Berliner Übersetzerin Elina Kritzokat, die im Dezember mit dem Finnischen Staatspreis für ausländische Übersetzer ausgezeichnet wurde.

Wann & wo? Donnerstag, den 12. November 2020 um 20 Uhr
im Literaturhaus München, Salvatorplatz 1, München

Eintritt: € 10 / € 7
Veranstalter: Münchner Übersetzer-Forum (MÜF) und Stiftung Literaturhaus

Ursprünglich war die Veranstaltung für den 19. März 2020 geplant.
Das Literaturhaus bittet, wie immer bei öffentlichen Veranstaltungen, um Kartenreservierung vorab unter 089 / 29 19 34 27.